Italiens mittelalterliche Architektur
Jede Region in Italien entwickelt einen eigenen architektonischen Stil, in den regionalen Traditionen und ähnliches mit einfliesst.
Eines der repräsentativsten Bauwerke dieser Zeit steht in Pisa und wurde von den Architekten Bucheto und Rainaldo entworfen. Die grandiose Architektur des Doms und der beiden Bauten an seiner Seite, der berühmte “schiefe Turm von Pisa” und das Baptisterium, spiegeln den wirtschaftlichen Aufstieg dieser Region wieder. Ebenfalls lassen sich orientsalische Einflüsse erkennen, die Innengestaltung mit schwarz und weissen Streifen, aber auch die schlanken Pilaster und der diffuse Lichteinfall sind typische orientalische Elemente. Die weisse Marmorfassade und der zylindrische Turm von einer sechsstöckigen Arkadengalerie umgeben, verleihen dem Bau Eleganz und Schönheit zugleich. Auch bei der Innengestaltung des Doms wurde mit dauerhaften Material gearbeitet, sowohl der prachtvollen Baldachin über den Altären als auch der Stuhl des Bischofs sind aus Marmor und reichlich verziert. Auch an die Eingangstüren lassen auf einen wirtschaftlichen Aufschwung dieser Zeit raten, da auch hier Bronzereliefplatten diesen Bereich verschönern.
Aus Bonanno Pisano Hand entstanden die Bronzetüren des Doms von Pisa.