Künstler des 16. Jahrhunderts

Inspiriert von Da Vinci arbeitete der venezianische Künstler Giorgione da Castelfranco Veneto (1478-1510) weiter an der Luftperspektive, auch er malte seine Figuren mit weichen Konturen und sanften Übergängen zwischen Licht und Schatten, die die Technik des Sfumato so schön machen. Bei ihm nehmen Landschaft und Natur eben so viel Platz ein wie die Figuren, die allegorische Bedeutung tritt in den Hintergrund. Nach dem Tode (Pest) führte sein Freund Tiziano Vecellio (1490-1576) die Experimente mit Licht, Farben und Atmosphäre weiter. Er war Meister der Farben und mythologischen Motive, sowie der Sakralmalerei. (Bsp. Die Himmelfahrt der Maria) Er bediente sich einer solchen Farbenpracht, das es ihm beinahe den Kirchenbann einbrachte.

Vatikanmaler Raffael Santi

Aber nicht nur in Italien wurde die Renaissance weiterentwickelt auch hinter den Alpen. Nach dem Niedergang vieler Höfe zu Beginn des Jahrhunderts wurde Rom zu einem der bedeutenden Metropolen für Künstler. Raffael Santi (1483-1520) und sein ausgeglichenes Wesen waren weit gerühmt und so spiegelt sich auch in seinen Bildern diese Harmonie und Ausgeglichenheit wieder. Ihm gelang es immer wieder Schönheit und Harmonie zu vereinen. Auch er arbeitete mit Licht und Schatten unter Benutzung warmer Farben. Ihm waren die Fresken in den Wohn – und Arbeitsräumen des Vatikans anvertraut. In seinen Bildern finden sich den höchsten Ausdruck der klassischen Renaissance wieder.
Renaissance typisch stellt er bewegte Figuren in verschieden grossen Gruppen dar.

Freskenmaler Michelangelo

Die Dachfresken der sixtinischen Kapelle wurde von Michelangelo (1475-1564) einem der zahlreichen Nachfolger von Raffael gestaltet auf Anraten von Papst Julius II.
Das kolossale Werk zeigt das alte Testament, wobei alle Episoden durch architektonische Rahmen abgegrenzt werden. Sein Auge für die Anatomie der Menschen werden kraftvoll und dynamisch umgesetzt.
Zuletzt war noch ein extremes Experiment der Renaissance Antonio Allegri (1493-1534) alias Correggio lies die barocke Perspektive Verliebtheit und Illusionsmalerei um 100 Jahre vorwegnehmen. Er studierte die menschliche Anatomie genau und bildete Figuren in den schwierigsten Posen ab. Ihm gelang es den Menschen seiner Bilder glaubhaft das Fliegen beizubringen, welches man auf der Kuppel des Doms von Parma in der Himmelfahrt der Maria in einem Wirbel von Engeln die Jungfrau zum Himmel getragen wird. Die Ausgewogenheit der Renaissance, das harmonische Gleichgewicht geht verloren, die Figuren werden länger, die Bewegungen überzeichnet und die Farbgebung bevorzugt intensive Kontraste. – Manierismus