Wallensteinpalais und Gärten in Prag

Das Wallenstein-Palais im Prager Stadtteil Kleinseite, das zwischen 1623 und 1630 entstand, ist ein Musterbeispiel für einen typischen streng geometrisch gehaltenen Barockgarten mit künstlich angelegten Tropfsteinhöhle, Wasserspiele, Brunnen und Skulpturen. Heute residiert dort der Senat der Tschechischen Republik, außerdem dient er im Sommer als beeindruckende Kulisse für Konzerte und weitere kulturelle Veranstaltungen. Der kaiserliche Heerführer Albrecht von Wallenstein errichtete den ausgedehnten frühgotischen Palaiskomplex. Mit dem Ausbruch des böhmischen Aufstandes 1618 und im weiteren Verlauf des Dreißigjährigen Krieges kämpfte er erfolgreich an der Siete des Habsburger Ferdinand II und kam so zu viel Ansehen und enormen Reichtum. Durch geschickte Heirat und dem Ankauf konfiszierter böhmischer Güter konnte er seinen Reichtum sogar noch mehren. An Ausdehnung, Prunk und Image steht das Palais der Hradschin, der Hofburg in Prag, in fast nichts nach. Ursprünglich befanden sich an der Stelle des heutigen Waldstein-Palais 26 Hauser und mehrere Gärten. Der heutige Waldsteinplatz entstand zwischen1623 und 1630 durch den Bau eines Gebäudekomplexes, gruppiert um insgesamt 5 Innenhöfe sowie einem großen Garten. In diesem Garten führt ein von Bronzefiguren gesäumter Weg. Von den beeindruckenden und prunkvollen Inventarstücken des Palastes isind leider nicht mehr viele erhalten, allerdings beeindruckt auch heute noch die zweigeschossige Nordfassade mit seinen drei mächtigen Steinportalen mit dem Madonnenbildnis die Besucher und zeugt so nach wie vor vom Reichtum Wallensteins. Wenn man sich schon auf Kulturreise nach Prag begibt, sollte man auch die Unterkunft entsprechen wählen. Die Prager Wellness-Hotels stehen für Wohlfühlen rund um die Uhr.

Die Kunst im Barok

Im 17. Jahrhundert während sich im Rest Europas Staaten bildeten, war Italien immer noch politisch gespalten und angeschlagen. Rom hingegen war immer noch die Hochburg der Kunst.
Für die Kunst bedeutet das, das im Zuge der Reformationen ,der neue Stil des Barocks entsteht, mit einem Hang zu Prunk und zur Theatralik.
Die anfänglich bizarr und ungewöhnlich wirkenden Bewegungen, welche die Architekten und Bildhauern ihren Werken verliehen, zeigten auch bald in der Malerei ihre Einflüsse. Auf der Suche nach neuen Effekten wurde mit Farben experimentiert, welches sich zu nächst in religiösen Themen, später auch im Landschaften und Portais wiederspiegelt. Wie so oft wurden die Neuheiten über die Alpen getragen und erreichten im 18. Jahrhundert in den anderen Ländern eine neue Form des Barocks. Der Rokkoko bildete sich als Extreme Form des Barocks ab. Nach wie vor wurde dieser Stil für Prunkbauten der Kirchen (Vatikan) aber auch für europäische Höfe genutzt. Neu jedoch war das auch erstmals für die Bürger Kunst entstand, welche mehr Wert auf Realität legte und Szenen des alltäglichen Lebens zeigte.

Perspektivisches Malen im Barock

Die Perspektive spielt immer noch eine grosse Rolle und wird auch hier wieder aufgegriffen und weiter verfeinert, jedoch überrascht die bis ins kleinste Detail dargestellten Feinheiten.
Correggio liebte es die Perspektive in seinen Fresken erneut durch starke Verkürzungen und die Illusion einer unendlichen Raumtiefe zur Himmelsdecke zu erschaffen, verziert mit einer Unzahl von Engeln.

Gian Lorenzo Bernini (1598-1680) war einer der innovativsten und gleichzeitig vielseitigste Künstler dieser Zeit. Er schaffte es den Tabernakel in St. Peter bildhauerisch, architektonisch und auch szenisch als barockes Gesamtkunstwerk um zu setzten. Dogmen, theologische Erkenntnisse und die gesamte Doktin der Gegenreformation sollten möglichst tief in die Geister aller Gläubigen dringen und wurden daher in Symbole und Allegorien übersetzt, in Bronze gegossen, vergoldet und in kostbaren Marmor gefasst.