Mittelalterliche Kunst im Aufschwung

Allegorische und beschreibende Bilder sollten den neu gewonnenen Reichtum der Städte und den Wohlstand der Obrigkeit festhalten, es sollte zur Schau gestellt werden wie unter ihrer Regierung sich alles zum Wohlstand gewandelt hat. Die Maler bekamen die Aufgabe in ihren Werken genau diese Szenen dar zustellen. Ein schönes Beispiel dazu ist von Ambrogio Lorenzetti, einem Maler aus Siena, in dem Wandfresko “Die gute und die schlechte Regierung” an Sienas Rathaus. Es zeigt in provokanter und moralischer Weise das Leben zu dieser Zeit, mit einer Darstellung von den guten Tugenden sowie auch den Schreckenszenarien mit all ihren Schattenseiten.

Die Kunst im Barok

Im 17. Jahrhundert während sich im Rest Europas Staaten bildeten, war Italien immer noch politisch gespalten und angeschlagen. Rom hingegen war immer noch die Hochburg der Kunst.
Für die Kunst bedeutet das, das im Zuge der Reformationen ,der neue Stil des Barocks entsteht, mit einem Hang zu Prunk und zur Theatralik.
Die anfänglich bizarr und ungewöhnlich wirkenden Bewegungen, welche die Architekten und Bildhauern ihren Werken verliehen, zeigten auch bald in der Malerei ihre Einflüsse. Auf der Suche nach neuen Effekten wurde mit Farben experimentiert, welches sich zu nächst in religiösen Themen, später auch im Landschaften und Portais wiederspiegelt. Wie so oft wurden die Neuheiten über die Alpen getragen und erreichten im 18. Jahrhundert in den anderen Ländern eine neue Form des Barocks. Der Rokkoko bildete sich als Extreme Form des Barocks ab. Nach wie vor wurde dieser Stil für Prunkbauten der Kirchen (Vatikan) aber auch für europäische Höfe genutzt. Neu jedoch war das auch erstmals für die Bürger Kunst entstand, welche mehr Wert auf Realität legte und Szenen des alltäglichen Lebens zeigte.

Perspektivisches Malen im Barock

Die Perspektive spielt immer noch eine grosse Rolle und wird auch hier wieder aufgegriffen und weiter verfeinert, jedoch überrascht die bis ins kleinste Detail dargestellten Feinheiten.
Correggio liebte es die Perspektive in seinen Fresken erneut durch starke Verkürzungen und die Illusion einer unendlichen Raumtiefe zur Himmelsdecke zu erschaffen, verziert mit einer Unzahl von Engeln.

Gian Lorenzo Bernini (1598-1680) war einer der innovativsten und gleichzeitig vielseitigste Künstler dieser Zeit. Er schaffte es den Tabernakel in St. Peter bildhauerisch, architektonisch und auch szenisch als barockes Gesamtkunstwerk um zu setzten. Dogmen, theologische Erkenntnisse und die gesamte Doktin der Gegenreformation sollten möglichst tief in die Geister aller Gläubigen dringen und wurden daher in Symbole und Allegorien übersetzt, in Bronze gegossen, vergoldet und in kostbaren Marmor gefasst.

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